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«Der Familienrat ist keine Helferkonferenz, an der Familienmitglieder beteiligt sind.
Der Familienrat ist der Rat der Familie, in dem Fachleute gehört werden».
Prof. Dr. Frank Früchtel, Berlin

In Krisen und Entscheidungssituationen übernehmen die Fachpersonen der sozialen Arbeit oft den Grossteil der Verantwortung. Sie suchen für ihre Klientinnen und Klienten nach Lösungswegen und organisieren Hilfestellungen. Mit dem Arbeitsinstrument Familienrat wird diese Praxis vom Kopf auf die Füsse gestellt:
Einer Familie und ihrem Umfeld wird Eigenverantwortung in grossem Mass zurückgegeben. Die Lösung soll in erster Linie aus dem lebensweltlichen Umfeld kommen und so mit den Realitäten und Einstellungen der Betroffenen unmittelbarer übereinstimmen. Familien nehmen wahr, dass sie Teil eines grösseren Ganzen sind. Diese Erfahrung versetzt sie in die Lage, ihren Schwierigkeiten aktiv und konkret zu begegnen.

Der Familienrat ist das Forum, wo diese individuellen und teilweise unkonventionellen Lösungen erarbeitet werden. Nicht nur die Kernfamilie, sondern auch Menschen aus deren Umfeld werden einbezogen, denken mit und stellen ihre Möglichkeiten aktiv zur Verfügung. Ein «Familienrat» kommt nicht von selbst zustande: Koordinatoren und Koordinatorinnen unterstützen die Familie bei den Vorarbeiten und strukturieren den Ablauf. Die Methode vom Familienrat ist gerade in sehr schwierigen Familiensituationen mit Kindern, die dann allenfalls auch zu Pflegekindern werden oder anderweitig platziert werden, sehr wirkungsvoll.

Der Verein Pflegekinder-Aktion Schweiz setzt sich im Jahr 2016 ein, die Methode Familienrat bekannter zu machen und bietet diese mit dem Pilotprojekt Familienrat Zürich aktiv an. Dabei agiert der Verein mit Fachunterstützung im Hintergrund, damit die Betroffenen selber aktiv nach Lösungen suchen.

Weitere Informationen unter: www.pflegekinder.ch

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